VERONA - Die Geschichte

Die Geschichte Veronas beginnt in der Antike als indoeuropäische Stämme, die Euganeer und Räter und möglicherweise auch die Etrusker, sich exakt dort niederlassen, wo der Lauf des Flusses sich verlangsamt - nahezu an den Hügel geschmiegt erscheint dies als ein idealer Ort für die Entstehung einer Stadt. Der erste bedeutende Kontakt zur römischen Welt wird im Jahr 216 vor Christus geknüpft, als die Stadt als Verbündete Roms in die Schlacht von Kanna zieht. Die Geschichte der Stadt verwebt sich nun mit jener des antiken Roms und im ersten Jahrhundert vor Christus erhält Verona römische Stadtrechte. Aufgrund der Schönheit ihrer Monumente und ihrer politischen Bedeutung erhält Verona den Beinamen "Piccola Roma" (kleines Rom).

Verona Arena und Gavi-Bogen

Mit dem Fall des römischen Reiches verbindet sich die Geschichte mit der Legende. Der ostgotische König Teodorico wählt Verona als Residenz für seinen Hof und lässt seinen Königspalast auf ihren Hügeln errichten. Mit dem König Alboino, wird Verona in der Folgezeit die erste Hauptstadt der Langobarden in Italien. Als der letzte Langobardenkönig Desiderio von Karl dem Großen besiegt wird, wählt sich Karls Sohn Pipino das geliebte Verona zu seinem Wohnsitz.

Mittelalterliche Burg Castelvecchio

Im Mittelalter ist Verona eine eigenständige Gemeinde und erlebt ihre Blütezeit mit dem Beginn der Scaliger-Herrschaft. Das Stadtbild wandelt sich und wird durch bedeutende Bauwerke verschönert. Der Hof der Scaliger wird zu einem lebendigen Kunst- und Kulturzentrum, das Künstler und Dichter wie Giotto, Altichiero, Dante Alighieri und Petrarca anzieht. Aus dieser Zeit stammt traditionsgemäß auch die in Shakespeares Oper verewigte Liebesgeschichte von Romeo und Julia.

Leone di S.Marco

Während der gesamten Renaissance gehört die Stadt der Republik Venedig an, mit der sie den Ruhm aus Kunst und gesellschaftlichem Leben teilt. Die einflussreichen Adelshäuser und die neuen bürgerlichen Handelsfamilien bereichern die Stadt um öffentliche Parks, Paläste, Villen und Kirchen und fördern gleichzeitig die wirtschaftliche, soziale und künstlerische Entwicklung der Stadt. Mit dem Fall der Republik Venedig und der Machtergreifung Napoleons werden Verona und ihre Umgebung zu einer strategischen Figur auf dem Schachbrett der internationalen Politik und zur Bühne zahlreicher Schlachten. In der ersten Hälfte des Ottocento ist Verona eine militärische Festung des Österreichischen Reiches und wird im Jahre 1866 schließlich italienisch.

Verona art and nature: Giusti Gardens

Veronas viele Herrscher hinterliessen ihre Spuren, die man heute noch in Architektur, Kunst, Gastronomie und Mentalität der hier lebenden Menschen erkennen kann.